Klaus Wolschner                     Texte zur Geschichte und Theorie von Medien & Gesellschaft

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III
Medien
-Theorie

Wie wir wahrnehmen,
was wir sehen”

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Über die
Mediengeschichte der
Schriftkultur und ihre
Bedeutung für die
menschliche
Wirklichkeits-Konstruktion
im  Jahrhundert des Auges

2 VR Titel

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Über religiöse Körpergefühle und die kommunikative Kraft
der großen Götter von Christentum, Islam und Moderne

2 GG Titel

ISBN 978-3-746756-36-3
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Digitale Realität

Über die Begrenztheit der menschlichen Wahrnehmungs-Sinne
und die neue Dimension des Digitalen

2020

Wenn wir mit dem Kopf an einen Schrank stoßen, dann erfahren wir: Es gibt Realität. Wir haben ein Bild von einem Schrank im Gedächtnis, das von der visuellen Wahrnehmung und der praktischen Tun geprägt ist. Für Menschen ist es ungewöhnlich, wenn sie sich im Dunkeln auf ihren Tastsinn verlassen müssen. Aber selbst wenn wir im Finsteren mit dem Kopf gegen etwas scharfkantiges Hartes stoßen, haben wir eine Vermutung, dass es ein Schrank gewesen sein könnte. Fledermäusen würde das nicht passieren, da sind kein visuell geprägtes Bild von Schrank im Kopf haben und weil sie Gegenstände (= Flughindernisse) akustisch „wahrnehmen“ - sie sind keine „Augentiere“ wie die Menschen. Schnecken etwa kennen keinen „Stoß“, weil sie andere Bewegungsformen haben und mit ihrem Tastsinn die Umgebung erkunden.

Die Bilder im Gedächtnis und die mentalen Hilfsmittel, die mit denen Lebewesen ihre sinnliche Erfahrungen interpretieren, sind keine „Verdoppelung“ der Realität, sie haben eine ganz andere Qualität, sind innere Bilder, neuronale Verarbeitungs-Muster, die von unserem Bewusstsein als „Realitätswahrnehmung“ interpretiert werden - eine eigene, mentale Realität.

Solche mentalen Realitäten oder Wirklichkeitsbilder sind elementar durch die verfügbaren Sinnesorgane geprägt. Bei Fledermäusen sind das vor allem die Reflektionen der Schallwellen, bei Menschen sind es visuelle Bilder und Sprach-Zeichen – akustische Laute und Schrift-Bilder. Die technischen Möglichkeiten, die wir unter „Digitalisierung“ fassen, revolutionieren im Hintergrund die Produktionsweise von visuellen Bildern und Sprach-Zeichen.

Die Erfahrung der Schwere ist eine elementare sinnliche Erfahrung von großer Bedeutung. Das Spüren von „unten“ und „oben“ wird als Metapher ausgeweitet auf die Wahrnehmung sozialer Erfahrungen. Solche Reduzierungen von komplexen sinnlichen Erfahrungen auf zwei schlichte Alternativen scheinen  attraktive Wahrnehmungsfilter für das menschliche Gehirn zu sein - wir sortieren die Wahrnehmungen nach schwarz und weiß, oben und unten, dicht oder durchlässig, wahr oder falsch, immer oder nicht immer, obwohl es solche absoluten Zustände normalerweise nicht gibt. Je nach Standpunkt ist das „unten“ zum Beispiel auch ein bisschen „oben“ und es über dem „oben“ gibt es meist ein „darüber“. Die einfachen dichotomischen Muster der Wirklichkeitswahrnehmung erweisen sich als praktisch für den Zweck der Verständigung, für das Gehirn gilt die Devise: So einfach wie möglich, so präzise und komplex wie unbedingt nötig.

Wir sortieren unsere Wahrnehmungen nach solchen Mustern, und im Verlaufe der Kulturgeschichte sind immer neue Hilfsmittel der Wahrnehmung hinzugekommen. Die Metaphern der „Neuen Phänomenologie“ von Hermann Schmitz zeigen, dass die gewohnten kulturellen Wahrnehmungsmuster nicht zwangsläufig die einzigen sind und dass ungewöhnliche Versuche, Wirklichkeit sprachlich zu erfassen, andere Wahrnehmungen und damit andere Denkhorizonte über die „Realität“ öffnen können.

Eine Revolution der Wahrnehmungs-Hilfsmittel hat die Schrift ausgelöst und dann die massenhafte Verbreitung der Schrift in der Folge der Drucktechnik. Wenn man im Volksmund von „Bücherwürmern“ spricht, als Menschen, die in Bücher hineinkriechen, dann soll damit gesagt werden, dass die Wahrnehmung über Bücher die unmittelbare sinnliche Wahrnehmung teilweise verdrängt und überformt. Wenn man beobachtet, wie viele Menschen, die nie einen Text von Sigmund Freud gelesen haben, heutzutage von „Verdrängung“, von dem „Unbewusstem“ und von „Triebabfuhr“ reden, dann zeigt sich, wie Muster aus dem Bücherwissen in die Alltagssprache und in die Alltagsmetaphern eindringen, mit denen die Menschen sich selbst wahrnehmen und beschreiben. Die Menschen, deren Wirklichkeitswahrnehmung nicht mehr von dem universellen Bücherwissen der Schriftkultur geprägt ist, werden zu Exoten, wir klassifizieren sie mit dem ethnologischen Blick als „Aborigines“.

Das Buch hat begonnen als bürgerliches Bildungsmedium, das in Konkurrenz zu der höfischen Präsenz-Kultur die Muster bürgerlicher Selbst- und Fremdbilder verbreitet hat. In einem zweiten Schritt wurde die Literarisierung der Gesamtbevölkerung staatlich vorangetrieben, über das Medium Schrift – transportiert vor allem in der Schule und von den Massenmedien – wurden neue Wirklichkeits-Wahrnehmung verbreitet, eine „gemeinsame“ mentale Welt erzeugt. Die „Nation“ ist ein wichtiges Produkt dieser gemeinsamen Welt.

Eine Revolution der Wahrnehmung hat auch die Fülle der gedruckten Alltags-Bilder bewirkt. Nach der Erfindung der fotografischen Abbildung gab es in der Mitte des 19. Jahrhunderts eine Modewelle der Porträtfotografie. Wir haben seitdem Bilder von Menschen, die wir nie gesehen haben, und wir haben konstruierte Bilder von Gegenständen, die so, wie sie dargestellt werden, nicht sichtbar wären, etwa die Anordnung der Sterne oder etwa der Embryo im Uterus.

Den technischen Möglichkeiten der Akustik - Verstärkung und Speicherung von akustischen Zeichen  - verdanken wir zudem kunstvolle Klangbilder, die in einer Welt ohne technische Prothesen nicht vorkommen und die mit den Naturklängen in unserem Bewusstsein konkurrieren.  Den  Gesang der Vögel interpretieren wir vor dem Raster der der wohltemperierten Tonleitern, also am Maßstab der kulturellen Kunsttöne. 

Das medial verbreitete Wissen legt sich wie ein Netz über die alte Selbstwahrnehmung und erzeugt eine neue Realität, eine neue Interpretation auch der gesellschaftlichen Praktiken. Die digitale Verbreitung dieses verschriftlichten Wissens ist zunächst ein quantitativer Vorgang, es gibt mehr von allem und das schneller. Die digitalen Techniken führen aber auch zu neuem Wissen, zu anderen Verknüpfungen des Alltags, zu anderen Sinnverarbeitungsregeln in den Selbstbildern und den Fremdbildern der Menschen

Was bei dem Schritt in die elektronische, digitale Welt passiert, ist zunächst die quantitative Vermehrung solcher akustischen und visuellen Konstrukte über die Schwelle hinaus. Die Quantität schlägt in Qualität um, wenn die Konstrukte nicht mehr als „Besonderes“ identifizierbar sind und nicht mehr als Kunst-Produkte gegenüber körperlichen Wahrnehmungen auffallen. So wie wir in unserer gesprochenen Sprache nicht mehr spüren, wo sie nicht mehr Mundart ist, sondern von der Logik der Schrift geprägt wird, so nehmen wir die elektronische, digitalen Repräsentationen von visuellen Bildern und Sprach-Zeichen so selbstverständlich als „wahr“ wahr wie sinnlich-leibliche Wahrnehmungen. Wer „auf Facebook unterwegs“ ist, wie die schöne Metapher sagt, antwortet möglicherweise täglich auf die Frage: „Was machst du gerade?“, ohne dass er merkt, dass kein wirklicher Mensch sich dafür noch interessiert. Auch wenn es eine reale körperliche Begegnung gäbe und die Antwort auf die Frage „Was machst du gerade?“ lauten müsste: „Ich chatte“, dann wüsste der Fragesteller weder, an welchem Ort sich der Befragte geistig gerade bewegt und was ihn bewegt. „Ich chatte“ könnte man übersetzen mit „Ich bin nicht da“, jedenfalls körperlich nicht dort, wo ich geistig bin. Die digitale Realität hebt sich von der leiblich spürbaren Realität ab, führt ihr Eigenleben mit ihren eigenen Rückkopplungen.

Digitale Realitätswahrnehmung ist also zunächst die Wahrnehmung  einer digitalen Realität, einer zum Alltag gehörenden „Second-life“-Existenz, die sich nur im Computer oder Smartphone materialisiert. So wie sich die Strukturen der Schriftkultur unvermeidlich in das Verständnis mündlicher Kommunikation einschleichen und diese schließlich dominieren, wie der Hörgenuss aus Schallplatten- und CD-Aufnahmen die Kriterien liefert für die Bewertung von musikalischen „Life“-Erlebnissen, so beginnen die stundenlangen Erfahrungen der digitalen Realität die Sicht auf die leibliche Realität zu prägen.

Das leibliche Erleben droht in vielen Bereichen fast blass und langweilig zu werden in der Konkurrenz der aufregenden „Filme“, die unser Alltagserleben prägen. Wir müssen nicht mehr ausnahmsweise „ins Kino gehen“, die alltägliche Realität ist permanentes großes Kino. Wir haben das Kino in der Tasche und das Kino hat uns.

Die technische Digitalisierung schafft so eine neue Wirklichkeit, eine neue Dimension von Gesellschaft. Man sagt leichthin, das Netz bringe Leute zusammen, die sonst nicht zusammenkämen. Das ist die exponentielle Vermehrung dessen, was Großstadt-Gesellschaften immer ausgemacht hat. Das Netz bringt zudem Daten von Menschen zusammen, ohne dass die Menschen zusammenkommen und ohne dass die Menschen, die da verbunden werden, davon wissen. Das taten Bücher in gewisser Weise auch, der eine Leser weiß von dem anderen nicht und es entsteht eine Gemeinsamkeit hinter ihrem Rücken, etwa wenn Leser, die sich nicht kennen, bei einem Namen dieselben Assoziationen und Bilder im Kopf haben und dieselben Metaphern für die intimsten und individuellsten Situationen der Liebe verwenden, scheinbar jeder für sich.

Der Belgier Adolphe Quételet stellte bei der Suche nach dem „Durchschnittsmann“ im Jahre 1844 fest, dass sich die Ergebnisse der Messungen des Brustumfangs bei schottischen Soldaten in Form einer gaußschen Glockenkurve verteilen. Er entdeckt damit die „Normalverteilung“ als statistischen Maßstab unserer Wirklichkeitswahrnehmung. Wenn wir durch eine Großstadt gehen und eine schätzungsweise 30-jährige Frau sehen, dann „wissen“ wir, wie viele Kinder sie vermutlich hat – je nach ethnischer Zugehörigkeit und Bildungsgrad. Die „normalverteilten“ Menschen wissen nichts von ihrem Glück und auch nichts voneinander.

Big Data potenziert solche statistischen Zusammenhänge hinter dem Rücken der Betroffenen und integriert statistische Wirklichkeiten in nahezu jede Alltagsaktivität. Big Data „macht aus analogen Anwendern digitale Phänomene, digitalisiert die Spuren analoger Praktiken - Bewegungsprofile auf Straßen und im Netz, Kauf- und Freizeitverhalten, Teilnahme an social networks usw.“ (Armin Nassehi) Big Data zerlegt die Datenprofile der Persönlichkeit in einzelne Datenpakete, die mit anderen Datenpaketen kombiniert werden können - „sinnvoll“ im Sinne der Datenverarbeitung. Das ist moderne Gesellschaft. Schon wenn ich bei Amazon ein Buch bestelle, bekomme ich aus solchen Datenpaketen Hinweise darauf, was mich auch interessieren könnte. Der Buch-Versand Amazon hatte bekanntlich anfangs Rezensenten für kurze Werbetexte eingestellt, bis sich erwies, dass die Datensammlung nach dem Motto: „die sich für dieses Buch interessiert haben, haben auch jenes gekauft“ deutlich bessere Prognosen über das Kaufverhalten und daher bessere Marketing-Strategien ermöglicht. Wir wissen nicht, wer dasselbe Buch gekauft hat, Amazon weiß es im Zweifelsfall.

Die Möglichkeiten, mit digitalen Techniken Daten zu verarbeiten und unüberschaubar große Datenmengen zu erheben, erweitern die Möglichkeiten, „unsichtbare“ Strukturen der Gesellschaft offenzulegen und Verhaltens-Muster zu beschreiben, die mit „bloßem Auge“ nicht sichtbar wären. Die Gesellschaft lernt sich selbst anders kennen mithilfe von „Big Data“. Meine Auto-App sagt mir, wann ich müde bin, auch wenn ich selbst das noch nicht gemerkt habe. Die psychologischen Erkenntnisse über die „geheimen Verführer (Vance Packard) in den 1950er Jahren waren geradezu harmlos im Vergleich zu dem Detailwissen heutiger Marketingstrategen darüber, welche Typologisierung der Kunden ihr Verhalten prognostizieren kann.

Die digitale Datenverarbeitung potenziert nicht nur die Möglichkeiten für Sozialwissenschaftler, sie stellt die Erkenntnisse jedem Menschen zur Verfügung. „Big Data“ weiß nicht nur, wie ich ticke, sondern könnte es mir auch erklären. „Daily.me“ nannte der Informationstheoretiker Nicolas Negroponte (in: Being Digital, 1995) die technische Möglichkeit, die Informationsflut nach dem selektieren, was ich gestern geklickt habe, zum Beispiel als tägliche Zusammenstellung von Zeitungsartikeln, die auf den persönlichen Lese-Vorlieben zugeschnitten sind. Selbst der Prozentsatz an Überraschung bei der morgendlichen Zeitungslektüre kann eingestellt werden oder der Anteil von „Andersdenkenden“ im politischen Diskurs. Diese Personalisierung, die „Big Data“ ermöglicht, hilft nicht nur den Anbietern, sondern ist auch bequem für die Verbraucher – und führt dazu, dass inmitten der grenzenlosen Vielfalt des Internets „Dörfer“ entstehen mit einer Horizont-Verengung, die das Gesichtsfeld wieder auf das vertraute Dorf eingrenzt. Eine derartige Begrenzung entspricht dem, was treue Zeitungsabonnenten oder „Stammwähler“ in der vor-digitalen Kommunikationskultur auszeichnete und gehört zu den Verhaltens-Mustern, mit denen Großstadtbewohner sich gegen ein Übermaß von Fremdheit in der Großstadt abschotteten.

Das Internet begann als ein Multimedia-Instrument, das die Kommunikation von Schriftzeichen wie von bewegten oder unbewegten Bildern ermöglicht. Seine Innovation liegt darin, dass digitale Nachrichten bidirektional fließen können. Es gibt nicht mehr professionelle Sender und laienhafte Empfänger, die Laien beginnen zu senden. Die Auswirkungen sind dramatisch: Während die schriftkulturelle Elite über die Berufsstände der professionellen Sender die Gesamtinklusion im Auge hatte, selbst wenn hier und da die Eigeninteressen einer besonderen Bevölkerungsgruppe besonders „integriert“ wurde, so scheint das Internet als ein Forum chaotischer Kommunikation, das auch Motor der Desintegration sein kann. Hat die bürgerlich gebildete Schriftkultur in der Regel für eine gemeinsame Basis von gedanklichen Bildern und Begrifflichkeiten für das Verständnis der Welt und der Gesellschaft gesorgt, abweichende Sender wurden diskriminiert, so sind diese gemeinsamen Werte in der Kommunikation der „sozialen Netzwerke“ nicht mehr durchsetzbar. Für die sozialen Netzwerke gibt es keinen „Pressekodex“ und keinen „Presserat“, keine Chance, mit erhobenem Zeigefinger an einen gemeinsamen Konsens zu erinnern. Es gibt auch keine nationalen Grenzen mehr für die Kommunikation. Die Durchsetzung des Privatfernsehens in Deutschland war ein erstes Beispiel dafür, dass der Staat keine Chance hatte, zu entscheiden, wie die Bedingungen des Leitmediums Fernsehen innerhalb seiner Grenzen aussehen sollen. Das Netz ist natürlich global. 

Das ist moderne Gesellschaft. Geradezu naiv erscheint angesichts dieses Prozesse der alte Traum, aus den Menschen, die sich in den oft zufälligen Grenzen eines Nationalstaates tummeln, wieder mehr Gemeinschaft machen zu können und in diesem festen Rahmen die ihre eigenen Geschicke „selbst“ steuern zu können.

Der Traum vom guten alten dörflichen Leben hat die Entwicklung globaler Urbanität immer wie ein Schatten begleitet. In der digitalen Mediengesellschaft gibt es keine nationale Werte-Gemeinschaft oder Leitkultur mehr, aber die Illusionen der analogen Weltbilder lassen sich in „Echokammern“ pflegen und konservieren. Das Netz ist global offen und es ermöglicht gleichzeitig Sub-Kulturen, in denen man sich mental im Kreise drehen kann, die „im eigenen Saft schmoren“, wo man alles, was rechts und links daneben zu sehen wäre, verdammen und negieren kann. Das Netz ermöglicht die nach außen abgedichtete Binnen-Kommunikation von Fundamentalismen jeder Art. Es werden regelrechte Nester gebaut, die gegen den rauen Wind der Fremdheit schützen sollen, der in der globalisierten Welt weht. Nur in solchen Nestern ist es noch kuschelig, da ist der Horizont nah und klar erkennbar, da gibt es „Wahrheit”. Nicht nur die Kirche, auch die „Gewerkschaftsbewegung“ bot ihren Anhängern früher solche „Wahrheits-Nester“, in denen sich die Teilnehmer ihres Weltbildes versichern konnten.

Die digitale Kommunikationswelt trägt dazu bei, solche sozialen Bindungen zu schwächen, an deren Stelle treten Wahrheits-Nester der digitalen Netz-Kommunikation als mentale Rückzugsgebiete.

 

    vgl. auch die Texte zu
    Digitale Gesellschaft    MG-Link
    Virtuelle Realität - über die Verdrängung der Phantasie durch die Computersimulation   MG-Link
    Wie kommen Menschen zu Bewusst-Sein?      MG-Link
    Selbst im Netz - Identitätskonstruktionen des „Wir-Ich” in der digitalen Medien-Gesellschaft  MG-Link
    Wie das ICH entstand - über die Vertreibung der Geister aus der Welt des Geistes    MG-Link